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Konradskapelle

OBERWANG Konradsbrunn – Kapelle

Von der Konradskriche führt ein leicht ansteigender Waldweg den Berghang entlang zum Konradsbrunnen, der in etwa einer halben Gehstunde erreicht werden kann.
Die Kapelle mit dem Brunnen liegt am alten Weg, der einst von St. Georgen im Attergau den Berghang entlang nach Mondsee führte. Der Legende nach entsprang diese Quelle am Ort der Ermordung Konrads. Hier sollen nach mittelalterlichen Berichten auch Wunder geschehen sein. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wird von einer Erneuerung des Burnens und einer dort stehenden Martersäule berichtet. 1680 vermerken die Kirchenrechnungen den Baubeginn der Konradskapelle aus Holz und Stein. 1690 wurden zwei große Bilder von vier Trägern nach Mondsee gebracht, renoviert und mit neuen Rahmen versehen wieder nach Oberwang zurückgetragen. Es handelte sich dabei wohl um zwei der großen Kapellenbilder.


KAPELLENBAU und EINRICHTUNG

Über dem Konradsbrunnen erhebt sich die gemauerte Kapelle, an die sich ein fast sieben Meter langer hölzerner Vorbau mit Kirchenstühlen anschließt. Der gemauerte Kapellenteil besitzt keine Fenster und ist nur zum Vorau hin mit einem gast über die ganze Kapellenbreit reichenden Rundbogen geöffnet. Diesen verschließt ein schmiedeeisernes Gitter.

In der Kapellenmitte steht über einem achteckigen Brunnenschacht auf einem Tischchen eine etwas 80 cm große Statue des Abtes Konrad. Rechts neben dem Rundbogen bezieht ein kleiner Sammelbehälter durch ein Rohr Quellwasser, das so auch bei geschlossenem Gitter entnommen werden kann. Die drei Seitenwände der Kapelle sind durch drei große Bilder fast ganz bedeckt.

Das linke Bild zeigt die Ermordung Konrads, das rechte die Mönche, die den toten Abt in einer Prozession zur Klosterkirche bringen. Im mittleren Bild kniet Abt Konrad mit Stab und Heiligenschein auf einer Wolke, Engel umgeben ihn. Unten ist die Konradskirche dargestellt, in die gerade eine Prozession von Wallfahrern mit Fahne einzieht. Das Dach des schindelgedeckten Vorbaues wird nur von acht hölzernen Ständern getragen. Seitenwände fehlen daher, von den sechs Kirchenbänken kann nicht nur ins Kapelleninnere geblickt werden, sondern auch in den die Kapelle umgebenden Wald.
Konrad wird heute noch von vielen Menschen verehrt, es ist üblich, sich Konrad zu „versprechen“ und ihn dann am Brunnen zu besuchen.



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